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Boston,
Massachussetts,
2. August bis
4. August 2002

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die Karte klicken,
um die Fotos anzusehen!
Am
31.07.2002 kam
Vera aus Kingston/Jamaica
zu mir nach New
York, von wo aus
wir eine Rundreise
durch New England
geplant hatten.
Am
02. August fuhren
wir los in Richtung
Boston, Massachussetts.
Wir hatten ein
Auto
gemietet und waren
ausgerüstet
mit Straßenkarten
und Ausdrucken
von Mapquest,
um den Weg zu
finden.
Gegen
halb zehn Uhr
morgens saßen
wir reisefertig
im Auto und bahnten
uns unseren Weg
aus New York City
hinaus. Da ich
ja hier ausschließlich
als Fußgänger
lebe, habe ich
keinerlei Ortskenntnisse
vorzuweisen, wenn
es darum geht,
aus Manhattan
mit dem Auto rauszukommen.
Also haben wir
uns auf unseren
Routenplan-Ausdruck
von Mapquest verlassen
und haben auch
mit nur geringen
Abweichungen den
Weg hinaus gefunden.
Vera fuhr den
Wagen aus der
Stadt hinaus,
weil ich mich
erst wieder an
das Automatikgetriebe
gewöhnen
wollte, bevor
ich gleich im
dicksten Stadtverkehr
rumkurven mußte.
Nach einer Mittagspause
auf der Autobahn
haben wir dann
die Plätze
getauscht und
ich bin ohne große
Gewöhnungsschwierigkeiten
den Rest der Strecke
gefahren.
Unsere
Fahrt ging über
die Autobahn Richtung
Boston, wo wir
in Quincy, einem
Vorort von Boston,
ein Zimmer im
Best
Western Adams
Inn gebucht
hatten. Bostons
Innenstadt ist
derzeit vom Big
Dig
(Großes
Baggerloch) verunstaltet,
was sich vor allem
bei der Fahrt
mit dem Wagen
nach Boston rein
bemerkbar machte.
Staus, Umleitungen,
überall Baustelle,
Baustelle, Baustelle.
Trotzdem
schafften wir
es mehr
durch Zufall
den Weg zum Hotel
sozusagen direkt
zu finden. Auch
wenn wir selbst
sehr verwundert
waren, als wir
das Hotel plötzlich
auf der rechten
Seite liegen sahen,
zu einem Zeitpunkt,
wo wir eigentlich
gerade die Überzeugung
erlangten, daß
wir uns völlig
verfahren haben
mußten.
Nachdem
wir relativ oft
in Staus gestanden
hatten und uns
immer brav an
die recht strengen
Tempolimits der
amerikanischen
Highways gehalten
hatten, war es
bereits gegen
17.00 Uhr, ehe
wir im Hotel ankamen.
Wir entschieden
uns, am nächsten
Tag erst Boston
zu erkunden, immerhin
sollten wir drei
Nächte lang
hier übernachten
und so war noch
genug Zeit.
Wir
buchten eine Beantown-Trolleyrundfahrt
für den nächsten
Tag. Der Trolley
würde uns
morgens um 8.00
Uhr am Hotel abholen
und dann den ganzen
Tag in Boston
rund fahren, wo
wir die Gelegenheit
hatten, auf- und
auszusteigen,
wo wir es gerne
wollten.
Nach
einem wegen der
Frühe kurz
gehaltenen Frühstück
fuhren wir also
am nächsten
Morgen los mit
dem Trolley, einem
Bus, in dem die
Fenster nach hinten
hin nicht verglast
sind, so daß
man den Fahrtwind
auf der Nase hat.
Wir
entschieden uns,
erst einmal die
Rundfahrt durch
Boston ganz mitzumachen,
so daß wir
uns einen Überblick
verschaffen konnte,
was wir uns genauer
ansehen wollten.
Die Fahrt dauerte
ca. 2 Stunden
und man bekam
viel von der Geschichte
Bostons inklusive
Teaparty erzählt.
Klickt hier,
um die komplette
Rundfahrt genauer
zu sehen.
Wir
lernten auch,
warum Boston den
Namen Beantown
(Bohnenstadt)
bekam. Dieser
stammt nämlich
von den vielen
Quäkern,
die in Boston
lebten. Ihr Glaube
verbot ihnen,
am Sonntag zu
arbeiten, was
auch das Kochen
und Speisezubereitungen
einschloss. Also
erfanden sie ein
Gericht, das ihnen
ermöglichte,
bereits am Samstag
vorzukochen, die
Boston Baked Beans.
Weiße Bohnen,
die mit Salz,
Pfeffer, Senf,
Molasse, Speck
und Zwiebeln am
Samstag auf den
Herd gestellt
wurden und am
Sonntag Mittag
pünktlich
zum Essen fertig
waren (Für
Hobbyköche,
hier das Rezept).
Nachdem
die Tour einmal
ganz rund gefahren
war und wir alle
Informationen
so gut wie möglich
in uns aufgenommen
hatten, stiegen
wir am Haltepunkt
Nr. 4 aus und
gingen in Richtung
Quincy Market,
Feneuil Hall.
Uns fiel auf,
warum amerikanische
Touristen im Ausland
wohl oft dazu
tendieren, etwas
verloren zu wirken:
Auf dem Boden
war ein Strich
aufgemalt, den
man entlang laufen
sollte, um so
zu den in der
Nähe auf
dem Weg liegenden
Sehenswürdigkeiten
vorbeizukommen,
ohne sie zu verpassen.
Man fühlt
sich dann doch
recht albern,
wenn man im Gänsemarsch
mit allen anderen
Touristen die
Straße auf
der einen Seite
runter und auf
der anderen Seite
wieder rauf läuft,
nur weil auf dem
Boden ein Strich
verläuft...
Auf
dem Quincy Market,
einer großen
Fußgängerzone
mit vielen Restaurants
zum draußen
sitzen, haben
wir zu Mittag
gegessen. Des
Strichs auf dem
Boden müde
haben wir dann
diese Ecke Bostons
verlassen und
sind in Richtung
Beacon Hill gegangen,
wo die ältesten
Villen Bostons
stehen. Es sind
wunderschöne
Villen mit Straßenzügen,
wo in den engen
Gassen noch alte
Gaslaternen stehen
und brennen.
Wir
besuchten hier
das Museum of
Black Heritage
(Museum über
die Geschichte
der Schwarzen
in Boston), in
dessen Gebäude
die erste Schule,
Kirche und Zusammenkunftshalle
der Schwarzen
untergebracht
wurde. Man lernte
unter anderem,
daß die
schwarze Bevölkerung
in Boston zwar
frei war, jedoch
nicht respektiert
und daß
die Weißen
und die Schwarzen
in völlig
verschiedenen
Welten lebten.
Einem schwarzen
Musterschüler,
der die besten
Noten beim Schulabschluß
vorzuweisen hatte,
durfte trotzdem
nicht an dem offiziellen
Abschlußball,
wo die Abschlußzeugnisse
überreicht
wurden, teilnehmen,
weil dieser nur
für Weiße
war. Und außerdem
waren die Farbigen
stets in Gefahr,
daß Kopfjäger
sie einfingen
und im Süden
als Sklaven verkauften,
obwohl sie zum
Teil sogar in
Freiheit geboren
waren und so niemals
als Sklave gelebt
hatten.
Vom
Museum aus ging
dann der Black
Heritage Trail,
ein Spaziergang
durch die Gassen
von Beaconhill,
wo viele Leute
die entflohenen
Sklaven verstecken
halfen. Der Weg
führte an
den Häusern
vorbei, wo Menschen
sich selbst in
Gefahr brachten,
um die Schwarzen
vor ihren Verfolgern
zu retten.
Anschließend
stiegen wir wieder
in den Trolley
und fuhren zum
Prudential
Tower, wo
wir vom 52. Stockwerk
aus über
das eigentlich
recht flach gebaute
Boston hinweg
sehen konnten
(Für einen,
der in Manhattan
lebt, wo das jetzt
wieder höchste
Gebäude,
Empire State Building
mit 86 Stockwerken
deutlich höher
ist, zugegebenermaßen
nicht sooo spannend.).
Um
17.00 Uhr fuhr
der letzte Trolley
wieder zurück
zum Hotel, so
daß wir
uns rechtzeitig
am Treffpunkt
Haltestelle Nummer
6 einfanden. Abends
fuhren wir dann
mit dem Auto in
Quincy etwas essen.
Allerdings ist
Quincy nicht nur
ein kleiner Vorort,
sondern auch ein
kleiner, langweiliger
und nicht besonders
schöner Vorort.
Aber immerhin
gab es ein thailändisches
Restaurant, wo
wir sehr leckeres
Essen bekamen
und einen irischen
Pub, wo wir noch
einer alkoholisch,
der andere nicht
etwas tranken.
Am
nächsten
Morgen fuhren
wir mit der U-Bahn
nach Boston rein
und gingen zum
Aquarium, wo wir
uns die Pracht
der Unterwasserwelten
genauer ansahen.
Verglichen mit
dem Aquarium in
Sydney fand ich
das hiesige recht
klein, aber trotzdem
machte es Spaß,
den Pinguinen
dabei zuzusehen,
wie sie ihren
Wärtern das
Leben schwer machten,
die dabei waren,
das Gehege zu
säugern oder
dem Taucher dabei
zuzusehen, mit
dem Hai im Wassertank
um die Wette zu
schwimmen und
dabei die Korallen
zu putzen. Wer
selbst mal reinsehen
will, hier ist
es möglich:
www.neaq.org/vtour/webcam.g.html
Mit
dem Ticket für
das Aquarium hatten
wir auch eines
für eine
Walbeobachtungsschiffahrt
(was für
ein merkwürdiges
Wort im Deutschen...
Whale Watch ist
irgendwie kurzer
und knapper und
deshalb werde
ich das im folgenden
benutzen!) gekauft.
Diese sollte um
14.00 Uhr losgehen
und ca. 5 Stunden
dauern. Bis dahin
hatten wir aber
noch etwas Zeit,
so daß wir
die im Preis der
gestrigen Trolley-Tour
inbegriffenen
Hafenrundfahrt
noch machen konnten.
Das Ticket dazu
war von gestern
noch gültig.
Wir fuhren mit
einem Schiff den
Hafen von Boston
entlang, während
wir teilweise
gestern bereits
gehörten
Geschichten über
Boston lauschten
und stiegen
an der Old Ironsides,
dem alten Kriegssegelschiff
U.S.S. Constitution
aus. Die U.S.S.
Constitution erhielt
ihren Namen Old
Ironsides (Alte
Eisenseiten),
weil sie zu einer
Zeit, als die
Schiffe noch aus
Holz waren, so
stabile Seitenwände
hatte, daß
keine Kugel hindurchschlug.
Wir sahen uns
im Museum und
auf einem Kriegsschiff,
das beim Angriff
auf Pearl Harbor
getroffen worden
war etwas genauer
um. Auf die U.S.S.
Constitution selbst
gingen wir nicht,
da dort die Warteschlangen
zu lang waren,
so daß wir
den Weg zurück
zu unserer Whale
Watching Tour
nicht mehr geschafft
hätten.
Es
ging dann wieder
mit dem Hafenrundfahrtsschiff
zurück zur
Anlegestelle in
der Nähe
des Aquariums,
wo wir schließlich
auf das Schiff
zum Whale
Watching gingen.
Der Nachteil am
Whale Watching
war, daß
die Sonne erbarmungslos
auf mich niederbrannte
und ich anschließend
richtig ordentlichen
Sonnenbrand auf
den Armen hatte.
Aber auf der anderen
Seite kann ich
ohne zu zögern
sagen, daß
es sich gelohnt
hat, denn wir
waren nach einer
sehr langen Fahrt
auf das offene
Mehr hinaus fündig
und konnten die
Walmutter Arvil
mit ihrem noch
namenlosen Jungen
beobachten. Für
mich war das Beobachten
von Walen in der
freien Natur der
absolute Höhepunkt
dieses Urlaubs!
Auch wenn man
im Prinzip nur
die Flossen eines
solchen Tieres
wirklich zu sehen
bekommt, es ist
ein bewegendes
Gefühl!
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