| Um
8.00 Uhr am
Freitag Morgen
ging es los
zum Flughafen,
mit dem mir
mittlerweile
fast vertrauten
Shuttlebus.
Vorne im Bus
hängt
eine Tafel,
an der man
ersehen kann,
zu welchem
Terminal man
fahren muß,
was von der
Fluglinie
abhängt.
Thai Air stand,
genau wie
Cathay Pacific
unter Terminal
2 angegeben.
Wir fuhren
also zu viert
zum Terminal
und stiegen
dort aus.
Wir trennten
uns, um einzuchecken
und wollten
uns nach dem
Check in wieder
treffen, um
noch einen
Kaffee zu
trinken. Doch
da war sie
wieder, meine
Pechsträhne:
Mir wurde
mitgeteilt,
daß
Thai Air nun
doch in Terminal
1 eincheckt.
Ich verabschiedete
mich also
von Caren
und ihren
Freundinnen
und fuhr mit
dem Bus zum
anderen Terminal,
was nach einigen
Suchens und
Mißverständnissen
bei Nachfragen,
wo ich hin
müsse,
auch gut klappte.
Beim
Check in
Schalter
von Thai
Air angekommen,
herrschte
dort helle
Aufregung
und Tumult.
Die Maschine,
die vorher
nach Hongkong
flog, war
hoffnungslos
überbucht
gewesen
und nun
standen
um mich
herum alles
aufgeregte
Leute, die
nicht mehr
in den Flieger
konnten
und sich
allesamt
beschweren
wollten.
Ich dankte
Gott innerlich
dafür,
daß
ich wenigstens
viel zu
früh
schon hier
war und
es mir so
nicht viel
ausmachen
mußte,
daß
ich zwar
als erste
in der Schlange
stand, aber
wegen der
zahlreichen
Beschwerden
ständig
jemand vor
mir dran
war, der
wieder vorgebeten
wurde. Als
ich endlich
dran war
und meinen
Paß
und mein
Ticket vorlegte,
guckte mich
der Mensch
von Thai
Air an und
sagte, sorry,
aber ich
sei nicht
auf der
Passagierliste.
Langsam
schwoll
mir der
Kamm...
Was, fragte
ich also,
müsse
ich denn
wohl tun,
um auf diese
drauf zu
kommen.
Ich müßte
jetzt zu
Schalter
Nummer 51
gehen, um
die Sachlage
zu klären.
An Schalter
51 war natürlich
genau soviel
los, wie
zuvor beim
Check in
und ich
stand wieder
eine halbe
Ewigkeit
da, bevor
man mich
unter all
den Beschwerdeführern
beachtete.
Einer der
Thai Air
Leute nahm
irgendwann
mein Ticket
und meinen
Paß
in die Hand,
wurde aber
wieder unterbrochen,
bevor er
was für
mich tun
konnte und
legte die
Unterlagen
unbeaufsichtigt
irgendwo
ab. Ich
wollte schon
gar nicht,
daß
zu allem
Überfluß
noch mein
Paß
anschließend
verschwunden
sei, so
nahm ich
den Kram
wieder an
mich und
versuchte
erneut,
ein Opfer
zu finden,
das sich
meines Problems
annehmen
konnte.
Erst als
ich laut
wurde -
genauso
laut wie
der lästige
Inder, der
glaubte,
wenn er
sich lange
genug dumm
stellen
würde,
würde
man ihn
trotz des
nicht gezahlten
Tickets
noch mitfliegen
lassen und
der immer
wieder weggeschickt
wurde, um
gleich zwei
Sekunden
später
mit einer
noch dümmeren
Frage wieder
da zu stehen
- und darum
bat, daß
man jetzt
mal MICH
ansehen
und vor
allem anHÖREN
möchte,
wurde mein
Problem
gelöst,
ich stand
auf der
Passagierliste
(das Reisebüro
in Seoul
hatte dummerweise
vergessen,
mich bei
der Fluggesellschaft
anzumelden)
und nach
nochmaligem
Erinnern
wurde sogar
meine Reisetasche
eingecheckt.
Der
Flug verlief
erstaunlich
ruhig und
komplikationslos,
aber kurz
vor der
Landung,
mein Nachbar
schlief
den Schlaf
der Unschuldigen
und ich
saß
am Fenster
eingekeilt,
fühlte
ich, wie
ich dringend
auf Toilette
mußte.
Ich verkniff
mir das
ganze und
dachte,
sobald ich
gelandet
bin, kann
ich immer
noch losrennen
zur Toilette.
Ich schaffte
es auch,
relativ
ruhig sitzen
zu bleiben
und stürmte
mit als
erste aus
dem Flugzeug
heraus.
Genau vor
dem Gate
war auch
eine Toilette,
die aber
gerade geputzt
wurde. Wird
eine Toilette
im Hongkonger
Flughafen
geputzt,
darf sie
nicht benutzt
werden,
ich wurde
weitergeschickt.
Die nächste
Toilette
befand sich
erst nach
der Pendelbahn,
mit der
man fahren
muß,
um sein
Gepäck
am anderen
Terminal
abzuholen.
Am liebsten
hätte
ich geholfen,
die Bahn
anzuschieben...
Nachdem
ich das
dringlichste
Problem
ebenfalls
gelöst
hatte, wechselte
ich Geld
und fand
einen Schalter,
an dem ein
Shuttlebus
zum Hotel
zu haben
war. Ich
buchte diesen
Bus, nachdem
man mich
wieder -
ich war's
mittlerweile
so gewöhnt,
daß
ich gar
nicht mehr
genug Kraft
hatte, mich
drüber
aufzuregen
- einige
Male von
einem Schalter
zum anderen
geschickt
hatte, und
wurde dann
eine halbe
Stunde später
bis vor
die Tür
des Hotels
gefahren.
Natürlich
hatte ich
jetzt kein
Kleingeld
für
den Pagen,
der meinen
Koffer schleppte,
ich überging
diese Peinlichkeit
schuldbewußt
und sagte
nur freundlich
"thank
you very
much",
bevor ich
ihn vor
die Zimmertür
schob.
Ich
war gegen
15.00 Uhr
im Hotel
angekommen,
es war also
noch einiges
an Zeit,
bevor Margaritha
nachkommen
würde
(von der
ich nur
hoffte,
daß
sie wirklich
kommen würde
und nicht
auch noch
ihre Pläne
wieder geändert
hatte. Wir
hatten zwar
kurz E-Mail-Kontakt
von Seoul
aus gehabt,
aber ich
war mir
nicht sicher,
ob sie die
Mail mit
meinen endgültigen
überarbeiteten
Plänen
auch erhalten
hatte.),
und so machte
ich mich
auf, die
Umgebung
des Hotels
zu erkunden.
Es war das
Island Pacific
Hotel, das
recht preiswert
ist für
Hongkonger
Verhältnisse,
dafür
aber ziemlich
weit von
der Innenstadt
entfernt
liegt. Es
liegt mitten
in einem
sehr chinesischen
Viertel,
in dem man
lauter Haifischflossen
und andere
merkwürdige
chinesische
Waren erstehen
kann. Es
roch überall
nach Fisch,
zum Glück
nicht bis
ins Hotelzimmer
hinein.
Das Hotelzimmer
lag im 23.
Stockwerk,
mit Scheiben,
die bis
auf den
Boden reichten
und einem
Blick auf
das Meer
Richtung
Flughafen
hinaus.
Gegen
19.00 Uhr
kehrte ich
zum Hotel
zurück
und wartete
auf das
Eintreffen
von Margaritha,
die um 21.30
Uhr auch
endlich
ankam. Der
"gemeinsame
Urlaub"
konnte also
für
das übriggebliebene
Wochenende
beginnen.
Am
nächsten
Tag erkundeten
wir Hongkong,
da wir nur
einen Tag
zur Verfügung
hatten,
versuchten
wir, soviel
wie möglich
zu sehen.
Wir gingen
zum Hongkong
Park mit
seinem Vogelfreigehege
und anschließend
fuhren wir
mit der
Peak Tram
zum Peak
hinauf,
dem höchsten
Gipfel Hongkongs,
der den
atemberaubenden
und weltberühmten
Blick auf
Hongkong
und Kowloon
freigibt.
Hongkong
besteht
aus vielen
einzelnen
Inseln,
Hongkong
Island ist
die wichtigste,
Kowloon
ist die
touristischste
und dann
gibt es
noch einige
andere,
die wir
in der kurzen
Zeit nicht
erkunden
konnten.
Nach dem
Peak, wo
wir mit
einem wahnsinnigen
Ausblick
auf die
Stadt lecker
gegessen
haben, sind
wir wieder
nach Downtown
gefahren
und von
dort aus
nach Stanley,
wo wir uns
einen Tempel
angesehen
haben. Der
Tempel war
weitaus
besuchter
als die
in Peking
und - trotz
seines tristen
äußeren
- von innen
hochinteressant
und wimmelte
nur so von
Menschen,
die ihre
Wünsche
aufschrieben
und mit
Weihrauchspiralen
unter die
Decke hängten,
sie im heiligen
Ofen verbrannten
oder vor
Buddhastatuen
niederlegten,
die die
heilige
Trommel
und die
heilige
Glocke läuteten
und die
in dem ganzen
Gewusel
trotzdem
immer noch
andächtig
beteten.
In Stanley
ist außerdem
ein Kleidermarkt,
ähnlich
wie der
Pekinger
Seidenmarkt,
auf dem
man lauter
chinesischen
Schnickschnack
und auch
ein paar
ganz nette
Klamotten
kaufen konnte,
womit wir
uns aber
zurückhielten.
Außerdem
ist dort
der Strand
und das
strahlende
Wetter mit
Sonne und
blauem Himmel
ließ
so richtig
Urlaubsstimmung
aufkommen.
Bevor
ich es vergesse,
um meine
Pechsträhnen-Geschichte
nicht zu
unterbrechen,
der Bus
nach Stanley,
ein Doppeldecker,
ging unterwegs
übrigens
zu Bruch
und wir
mußten
eine halbe
Stunde in
brütender
Hitze auf
den nächsten
Bus warten.
Nach
Stanley
sind wir
zur Star
Ferry gefahren
und sind
mit der
Fähre
nach Kowloon
übergesetzt,
wo die bekannteste
Einkaufsstraße
zu sehen
ist. Hier
tobt der
Bär,
auch spät
abends noch,
aber wir
ließen
langsam
nach. Nach
einem kurzen
Besuch in
einem Buchladen
machten
wir uns
auf den
Weg zurück
ins Hotel.
Am
nächsten
Morgen wollten
wir eigentlich
noch einkaufen
gehen, doch
das fiel
dann aus,
weil die
Geschäfte
nicht rechtzeitig
öffnen
und wir
bereits
um 13.00
Uhr wieder
am Flughafen
sein mußten.
Es blieb
bei einem
Dim-Sum-Essen
in einem
ziemlich
urtümlich
chinesischen
Kühlschrank
- äh
klimatisierten
Restaurant,
wo wir beide
wahrscheinlich
die einzigen
Langnasen
seit langer
Zeit waren.
Der
Heimflug
verlief
erstaunlich
problemlos
und gegen
19.00 Uhr
war ich
endlich
wieder daheim.
Die
Pechsträhne
blieb mir
aber noch
einige Zeit
treu, am
Montag,
dem ersten
Arbeitstag
nach dem
Urlaub,
fuhr ich
mir in der
Mittagspause
eben schnell
den Reifen
platt, innerhalb
von zwei
Sekunden
war die
Luft raus
- pfft.
Einfach
so. Mit
Hilfe eines
hilfsbereiten
Fahrers
der Botschaft,
war das
Problem
aber am
Abend bereits
wieder aus
der Welt
geschafft.
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Um es vorweg
zu nehmen:
Wir haben
uns letztendlich
doch wieder
gefunden...
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