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Nach
einem für
mich nicht
ganz 10stündigen
Flug von
Peking über
Shanghai
nach Sydney
verbrachten
wir anfangs
drei Tage
in Sydney,
die wir
mit einer
Tagestour
in die Blue
Mountains
und der
Erkundung
der Stadt
anreicherten.
Bei der
Erkundung
der Stadt
mußten
wir feststellen,
daß
unser Hotel,
das einzige,
was wir
bereits
vor Ankunft
für
die erste
Nacht von
Seoul aus
gebucht
hatten,
mitten in
Chinatown
lag. Ehrlich
gesagt war
alles soooo
chinesisch,
daß
ich mir
noch gar
nicht wie
beim Australienurlaub
vorkam,
immerhin
lebte ich
seit fast
vier Jahren
in Peking
und hatte
bei allem
Chinesischen
keine aufkommenden
Urlaubsgefühle.
Zu viel
Chinesen
und Handeln
und Tinnef
auf zu vielen
lauten,
durchwuselten
Märkten.
Das Urlaubsfeeling
stellte
sich aber
dann recht
schnell
ein, nachdem
wir am dritten
Tag unserem
Hotel den
Rücken
kehrten
und mit
dem Mietwagen
in Richtung
Adelaide
starteten.
Nachdem
wir zum
ersten Mal
erlebt hatten,
wie es ist,
als Rucksacktourist
sein ganzes
Hab und
Gut, auch
wenn es
nur ca.
12 kg wog,
auf dem
Buckel mit
sich herumzuschleppen,
waren wir
froh, als
wir bei
der Autovermittlung
unseren
Wagen übergeben
bekamen:
einen Toyota
- mit Automatikgetriebe.
Die
Sache mit
der Automatik
lag mir
anfangs
etwas auf
dem Magen,
denn jetzt
war nicht
nur das
Lenkrad
auf der
falschen
Seite,
sondern
auch noch
alles andere
war für
mich Neuland.
Zumindest
Caren hatte
von Automatik
Ahnung und
konnte mir
noch einmal
im Schnellkursverfahren
die grundlegenden
Funktionen
erklären.An
der ersten
- gottseidank
kleinen
und unbelebten
- Kreuzung
trat ich
dann auch
mit dem
linken Fuß
auf die
Kupplung
was Zeug
hielt und
ruderte
mit dem
rechten
Arm in der
Nähe
des Türgriffs
nach dem
Schalthebel.
Angesichts
der Tatsache,
daß
es keine
Kupplung
gab, sondern
an dieser
Stelle ein
Bremspedal
und daß
rechts von
mir das
Auto zu
Ende und
höchstens
der Scheibenheber
erreichbar
war, verursachte
ich natürlich
eine maßgeschneiderte
Vollbremsung,
die dann
ihrerseits
wieder meinen
Oberkörper
mit voller
Wucht auf
das Lenkrad
warf und
dies wiederum
verursachte
lautes Hupen
durch das
Landen auf
der Hupe
vor mir.
Toller Start!
Zum Glück
blieb das
aber der
einzige
große
Fehltritt
in meiner
Autofahrerkarriere
in Australien
und zum
großen
Glück
war die
Straße
frei von
anderen
Verkehrsteilnehmern,
die mit
meinem irrwitzigen
Verhalten
nicht rechnen
konnten.
Anfangs
hatte ich
noch einige
Schwierigkeiten,
die Spur
zu halten,
da ich gefühlsmäßig
immer zu
weit nach
links fuhr,
im Glauben,
das Auto
sei links
neben mir
zu Ende.
Dort aber
saß
nun Caren,
die ich
immer sehr
nahe am
Straßenrand
entlang
bugsierte.
Aber das
würde
sich noch
geben, hoffte
ich, und
ignorierte
den sporadisch
auftretenden
hektischen
Einsatz
der Scheibenwischer,
wenn ich
die Blinker
setzen wollte.
Müssen
die denn
auch alles
verkehrt
herum machen
down
under?
Unterwegs
machten
wir Halt
am Canbewarra
Aussichtspunkt,
der bei
gutem Wetter
einen großartigen
Blick auf
Shoalhaven
freigibt.
Allerdings
hatten wir
in dieser
Hinsicht
Pech, denn
das Tal,
auf das
man blickte,
lag in dichtem
Nebel und
so zeigte
uns die
sehr freundliche
Wirtin des
dortigen
Aussichtsrestaurants
nur ein
Bild, auf
dem zu sehen
war, was
zu sehen
gewesen
wäre,
was wir
aber jetzt
nicht sahen.
Nach einer
Pause bei
Kakao und
Käsekuchen
machten
wir uns
wieder auf
den Weg,
nicht ohne
eine Cassette
für
unser Autoradio
zu kaufen,
da es hier
kaum Radiosender
zu empfangen
gab. Die
Cassette
hat den
Titel Australian
Lullaby
(australisches
Schlaflied)
und man
hört
außer
Vogelgezwitscher
und sanftem
Geklimper
im Hintergrund
eigentlich
nichts,
was sich
je änderte.
Der einzige
Höhepunkt
an dieser
Cassette
ist das
einprägsame
Huittt
eines immer
wieder auftauchenden
Vogels,
dessen Schrei
unser Erkennungssignal
in diesem
Urlaub werden
sollte und
uns immer
wieder zu
unkontrolliertem
Grinsen
brachte,
wann immer
einer von
uns Huittt
sagen würde.
In Milton
machten
wir nach
300 km Fahrt
Halt, um
uns eine
Unterkunft
zu suchen.
Wir entschiedenuns
für
die Variante,
auf Campingplätzen
einen feststehenden
Campingwagen,
genannt
Cabin,
zu mieten.
Diese Möglichkeit
steht in
ganz Australien
zur Verfügung
und ist
eine preiswertere
Alternative
zu Motels
oder gar
Hotels.
Nachdem
wir uns
eingerichtet
hatten und
uns im nahegelegenen
Supermarkt
mit Frühstücks-
und Abendbrotzutaten
für
die nächsten
Tage versorgt
hatten,
wurde es
gegen 20.00
Uhr dunkel
und das
Grillengezirpe
setzte ein.
Wir saßen
draußen
vor unserer
Cabin, genossen
den Urlaub
und konnten
es nicht
glauben,
wirklich
down
under
zu sein!
Am
nächsten
Tag fuhren
wir nach
Pebbly Beach,
was uns
vom Campingwart
nicht ohne
Grund wärmstens
ans Herz
gelegt worden
war. Eine
Staubpiste
führte
von der
normalen
Straße
ab über
Stock und
Stein durch
den Wald
bis hinunter
an eine
versteckt
gelegene
Meeresbucht.
Dort laufen
handzahme,
aber wildlebende
Kängeruhs
herum, die
zwar laut
Hinweisschildern
nicht gefüttert
werden dürfen,
aber ganz
offensichtlich
dennoch
daran gewöhnt
sind. Sie
selbst können
die Schilder
auch nicht
lesen, denn
die Möhre,
die ich
knabberte,
war in unmittelbarer
Gefahr.
Auch eine
knallrote
Papageienart,
Loris, trieb
sich auf
der Suche
nach fütterwilligen
Touristen
herum und
kletterte
in Schwärmen
auf diesen
nicht schwer
zu findenden
Leuten auf
und ab.
Am Abend
übernachteten
wir in Eden,
wo wir uns
schon langsam
an das Leben
als Camper
gewöhnt
hatten und
es genossen,
abends vor
unserer
Cabin zu
sitzen und
den Sternenhimmel
über
Australien
zu bewundern.
Am nächsten
Tag wollten
wir einiges
an Kilometern
fahren,
da wir unserem
Zeitplan
hinterherhinkten,
die Strecke
war dabei
sehr entgegenkommend,
denn hinter
der Grenze
zu Victoria
ist die
touristische
Attraktivität
der Landschaft
geringer.
Die Nacht
verbrachten
wir in Traralgon
im Staate
Victoria.
Am nächsten
Tag führte
uns unser
Weg durch
Melbourne,
der ersten
Großstadt
seit Sydney.
Im Touristinformationsbüro
erklärte
man uns
sehr freundlich
und genau,
wie wir
am schnellsten
mit Hilfe
der bereitwillig
kopierten
Straßenkarte
Melbourne
über
einen dreispurigen
Freeway
durchfahren,
ohne die
Orientierung
zu verlieren.
Nachdem
wir die
eindrucksvolle
West-Gate-Bridge
in Melbourne
passiert
hatten,
dauerte
es nicht
lange, bis
wir Geelong
erreichten,
dem Ausgangspunkt
für
die Great
Ocean Road,
dem Höhepunkt
unserer
Mietwagentour.
Die
serpentinartige
Great Ocean
Road führt
einen von
da an immer
an der Küste
entlang,
der knackig
blaue Himmel,
das türkise
Meer und
die Temperaturen,
die nach
den vergangenen
meist bedeckten
und relativ
kühlen
Tagen zum
ersten Mal
auf schätzungsweise
30°C
kletterten,
machten
die Urlaubsstimmung
perfekt.
In Apollo
Bay hatten
wir Glück,
daß
wir noch
eine Cabin
für
die Nacht
ergatterten,
denn es
war natürlich
genau das
Wochenende,
an dem wir
an der Great
Ocean Road
entlang
fuhren und
das ist
ungefähr
so, als
würde
man am Wochenende
an die Mosel
fahren.
So ziemlich
alle Australientouristen
wurden dort
mit Bussen
hingekarrt
oder fuhren
auf eigene
Faust dorthin.
Was zwar
nicht bedeutete,
daß
der Verkehr
auch nur
annäherungsweise
dem Verkehrsinfarkt
in Peking
nahe kam,
aber die
Unterkünfte
waren fast
ausgebucht
und leider
auch nicht
gerade billig.
Am
nächsten
Tag ging
es an zahlreichen
Aussichtspunkten,
Scenic Lookouts,
immer weiter
die Great
Ocean Road
an der Küste
entlang.
Das Meer
erodiert
hier seit
Jahrtausenden
an der Steilküste
die Sandsteinklippen,
was zu ungewöhnlichen
Steinformationen
führt.
Diese aus
dem Wasser
herausragenden
Felsen haben
zu Namen
wie Die
12 Apostel,
Der
Bogen
und London
Brücke
inspiriert.
Bei letzterer
handelt
es sich
um 2 Bögen,
die bis
1990 mit
dem Festland
noch verbunden
waren, bis
schließlich
der am nächsten
zum Festland
liegende
einbrach
und nur
noch einen
frei im
Meer stehenden
Bogen zurückließ.
Angeblich
befanden
sich beim
Einbruch
des Bogens
gerade zwei
Menschen
darauf,
die dadurch
vom Festland
abgeschnitten
wurden.
Dazu sollte
man aber
wissen,
daß
Australier
Geschichten
lieben!
Kurz hinter
der Grenze
zu South
Australia,
unserem
dritten
Bundestaat
Australiens,
haben wir
in Mount
Gambier
in einer
an einem
knackeblauen
Vulkansee
gelegenen
Cabin übernachtet.
Am nächsten
Tag ging
es weiter
mit der
letzten
Etappe unserer
Tour, die
uns bis
nach Adelaide
führen
sollte.
Die
Landschaft
änderte
sich fast
unmerklich
bis man
von Eukalyptuswäldern,
mit den
uns inzwischen
vertrauten
Eukalyptusbäumen,
die jetzt
im australischen
Herbst ihre
Rinde statt
der Blätter
abwerfen,
schließlich
in einer
kargen Heidelandschaft
endete.
Man fährt
an zahlreichen
Binnenseen
vorbei,
die dadurch
entstanden,
daß
sich zwischen
Land und
Meer Sanddünen
aufschichteten.
Mit der
Zeit wurde
der Zugang
für
das Meerwasser
hinter den
Dünen
abgeschnitten
und so entstanden
Salzseen,
die bis
zu 30 %
mehr Salz
enthalten,
als das
Meer selbst.
Auf ausgetrockneten
Seen konnten
wir Schafe
beobachten,
die hier
ihren Salzhaushalt
abdeckten.
Ab dem South
Eastern
Freeway,
der geradewegs
nach Adelaide
führt
wandelte
sich die
Landschaft
erneut und
ging von
der kargen
Heidelandschaft
über
in sanfte
grüne
Hügel,
die die
Vorstellung,
daß
Adelaide
als Australiens
Winzergebiet
bekannt
ist, nicht
schwer machten.
Nachdem
wir uns
in unserer
letzten
Cabin dieses
Urlaubs
häuslich
eingerichtet
hatten,
machten
wir einen
langen Strandspaziergang,
es war zwar
relativ
kühl,
aber eine
Wanderung
barfuß
durch den
Sand ließ
ich mir
dennoch
nicht entgehen.

Am nächsten
Tag fuhren
wir ins
Stadtzentrum,
wo wir unseren
Mietwagen
abgaben
und in ein
nahegelegenes
Hotel eincheckten.
Wir nutzten
den Tag,
um uns das
wunderschöne
Adelaide
anzusehen,
das mit
seinem Baustil
an Filme
über
die Südstaaten
Amerikas
erinnert.
Zum
Zweiten
Teil
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