| Darf
ich vorstellen: D'Artagnan. Er und seine Brüder, Athos
and Porthos, leben auf dem Gelände des Cheetah
Conservation Fund (CCF) in Namibia. Die drei waren ca.
acht Monate alt als sie von den Mitarbeitern des CCF aufgenommen
wurden. Ihre Mutter, ein Geschwisterchen und zwei weitere
erwachsene Geparden waren zuvor erschossen worden. Die drei
Jungen waren unzertrennlich, weshalb ihnen die Namen der tapferen
drei Musketiere förmlich auf den Leib geschrieben waren.
D'Artagnan ist der Clown der drei
Musketiere. Er ist sehr scheu und möchte nichts mit den
Menschen zu tun haben. Sogar während der Fütterungszeit
geht er nur zögerlich auf seinen Futternapf zu und versucht
sein Futter zu schnappen, ohne die furchteinflößenden
Menschen aus den Augen zu lassen.
Wer mehr über die Arbeit des
CCF erfahren möchte oder sogar selbst einem dieser wunderschönen
Geschöpfe helfen möchte, der kann dies auf der Webseite
des Cheetah
Conservation Fund tun.
Das schnellste Tier zu Lande, der
grazile und langbeinige Gepard, verliert sein Rennen ums Überleben.
Vormals ein häufiger Bewöhner der fünf Kontiente,
gehört er nun zu den bedrohten Tierarten unserer Erde.
Verlust des Lebensraums, Wilderei, die Konkurrenz mit größeren
Raubtieren und Ranchern sowie der Verlust von genetischer
Vielfalt, tötet nach und nach die noch lebenden Tiere.
Leider hat sich auch die Nachzucht in Gefangenschaft nicht
als hilfreich erwiesen, um die Hoffnung auf ein Überleben
zu schüren.
Der Gepard benötigt ein großes
Revier, das er durchstreifen kann, um zu überleben, aber
mit der Ausbreitung der menschlichen Siedlungen wird sein
Lebensraum kleiner und kleiner.
Geparden können über
70 Meilen in der Stunde zurücklegen, sind aber sehr ungeschickte
Kämpfer. Das Ergebnis daraus ist, dass obwohl die Geparden
die besten Jäger Afrikas sind, sie einen großen
Anteil ihrer Beute an aggressivere Raubtiere wie z. B. Löwen
und Hyänen, verlieren.
Die größte Zahl wildlebender
Geparden findet man heutzutage noch in Namibie, einem Land,
das immer unabhängiger und demokratischer wird. Mit der
Erweiterung der Landesgrenzen in den 80er Jahren ging auch
eine drastische Verringerung der Zahl der in Freiheit lebender
Geparden einher. Damals wurde die Population innerhalb von
10 Jahren um die Hälfte verringert, was eine geschätzte
Zahl von weniger als 2.500 Tieren übrig ließ. Am
Anfang der 90er Jahre, als der CCF seine Arbeit mit den Farmern
auf dem Land aufnahm, begann ein steter Wachstum der Population
in Namibia und in den letzten paar Jahren wurde die Population
wieder stabiler. Die Nachforschungen des CCF haben ergeben,
daß die Farmer heutzutage toleranter gegenüber
den Tieren reagieren und seltener zu ihren Waffen greifen,
sondern stattdessen den CCF rufen und um Hilfe bitten.
Nur der Mensch ist in der Lage,
die Geparden vor dem Aussterben zu retten. Und dieser Aufgabe
haben sich die Mitarbeiter des Cheetah Conservation Fund gewidmet.
|